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El Presidente Offline



Beiträge: 235

20.08.2003 15:45
RE: Konzert: FM4 Frequency Festival 2003 antworten

Hallo meine Lieben!

Wie einige von euch bestimmt bereits wissen, hat es einen kleinen Teil des PGBB letztes Wochenende, bzw. Donnerstag und Freitag (Feiertag) in unser wunderschönes Nachbar-Bundesland Salzburg verschlagen, genauer gesagt an den Salzburgring.

Dieser war Veranstaltungsort für das bislang größte und mit seinem Lineup wohl ungeschlagene Top-Festival in der österreichischen Openair-Konzertgeschichte, gehostet von FM4 - dem besten Radiosender der Welt.


Line-Up Donnerstag, 14.08. - Alternative Tent
- Christoph & Lollo und Petsch Moser
- 3 Feet Smaller
- Puppetmastaz
- Xploding Plastix
- Princess Him (gesehen, Österreicher, absolute Spitzenklasse!!!)
- De Phazz (schön!)
- Tahiti 80 (gesehen, naja - etwas "lauwarm")
- Bachklang (nur gehört aufgrund Massendrängerei, absolute Weltklasse!)
- Seeed (gesehen, gestaunt - Hammer!)

Line-Up Donnerstag, 14.08. - Mainstage
- The Seesaw
- Comaah
- Biffy Clyro
- Kante (schön!)
- Caesars (bin mir nicht sicher, ob die gespielt haben...)
- Blackmail (gesehen - ein Traum!)
- Terrorgruppe
- Ash (gesehen, sehr enttäuschend; hab mir mehr erwartet)
- Blumfeld
- Heather Nova
- Travis (nicht gesehen, waren aber top!)


Line-Up Freitag, 15.08. - Alternative Tent
- Wedekind
- Nova International (gesehen - Spitzenklasse!)
- Jugendstil (da weiß ich auch nicht, ob die gespielt haben)
- Beginner (naja, nicht schlecht)
- Kettcar
- International Pony (hab sie im Jänner in Graz erlebt - Wahnsinn!)
- Die goldenen Zitronen
- Kinderzimmer Productions
- Main Concept
- Console (sind extrem gut, Elektronik-Gefrickel)
- Louie Austen (der 60jährige Österreicher[!!!] kanns!)

Line-Up Freitag, 15.08. - Mainstage
- Tomte (sehr gut)
- Wir sind Helden (ach, Judith Holofernes, mein Schatz! Weltklasse!)
- Alien Ant Farm
- Grandaddy (extrem lässig!)
- Bright Eyes
- The Notwist (saumäßig coole Tunes)
- Sportfreunde Stiller (ich muss nix sagen! Absolute Spitzenklasse, top Live-Qualitäten!!!)
- Beck (war besser, als ich erwartet hatte)
- Placebo (für mich das absolute Highlight, trotz 7minütigem Totalausfall von Licht/Strom)
- Metallica (sie bringens noch immer, mit Pyro-Show und Feuerwerk. Erste Klasse!)


Allein wenn man diese Liste durchgeht, muss nicht viel mehr gesagt werden. Werd' ich aber trotzdem tun...

Angekommen nach langer Fahrt und ca. 75-80 Minuten Stau am "Campingplatz" - einer Weide, so groß wie die Steiermark, gesteckt voll mit bereits gutgelaunten Menschen. Mit rauchendem Motor und ohne einen Tropfen Kühlflüssigkeit im Wood-Mercedes, Gerard und ich im Gegensatz jedoch bereits mit jeweils 6 Bieren gestärkt...

Zeltaufbau, Jause, Bier, Umziehen, Bier, Abmarsch Richtung Festivalgelände. Bier trinkend und über die grauslichen Dixi-Klo's staunend, auf der Suche nach dem schnellsten Weg zum Ring, und dann endlich dort. Letztes mitgebrachtes Bier für jeden mit hinein nehmen verboten - trinken!

Karten umtauschen gegen Bändchen, die uns zum Eintritt in die Oase der Musik berechtigen.

Bier. 0,4 Liter, 4 Euro und ein Feuerzeug. Hä? Ahso, wenn du das Becherl und das Feuerzeug zurückgibst, bekommst du 1 Euro retour...

Mainstage und Alternative Tent wechseln sich (noch) ab, denn es gibt noch Platz zum "wandern". Bier. Gegen 20:00 Uhr nur noch im Bereich Alternative Tent verharrend, warten wir auf den Auftritt von Seeed, den Höhepunkt des Abends.

Bier. Nicht nur in unseren Mägen, sondern auch auf T-Shirts, Hemden und Hosen. Wäh, wir stinken. Und 20.000 verschwitzte Leiber, die sich um dich herum reiben, machen es nicht besser.

Während Bauchklang ihre Perfomance abliefern, wird es unerträglich. Die Massen drängen, Menschen bekommen Platzangst, Panikattacken und Kreislaufstörungen. Ich hätte gern ein Bier, kann mich aber nicht bewegen, geschweige denn mir eines holen. Abwarten. Zigaretten hab ich auch keine mehr... Scheiße!

Endlich: Seeed, die Dancehall-Könige aus Berlin starten - zwar mit 1 Stunde Verspätung, aber immerhin - ihr Programm. Ein Traum. Im Zelt kochen die Stimmung, die Luft, die Körper um mich herum. Jemand springt mir auf den großen Zeh - au! - mein Nagel reißt ein und ich blute. Egal. Noch. Denn später auf dem Heimweg muss ich durch einen - bestimmt hygienisch sauberen - See aus Bier, Essensresten, Klopapier und dergleichen nach Hause waten.

Festival-Stimmung. Aber so richtig!


Zweiter Tag. Es hat die ganze Nacht geregnet und gestürmt, diejenigen die im Zelt geschlafen haben, sind nass. Wood und ich nicht, denn wir haben es uns im Mercedes gemütlich gemacht. Cool, wenigstens etwas Gutes an diesem Morgen.

Frühstück. Bier. "Körperpflege" - zwei Spritzer Deo, einmal schnell hinterm Zelt Zähne putzen und dann ab zum Ring. Das Wetter schaut mir nicht gerade freundlich aus. Und bingo! Es beginnt zu regen. Nicht ein bisschen. So richtig... Bier!

Ich halte es ca. 4 Stunden im Regen - mit wässrigem Bier - aus, höre mir einige Bands an, die mir gefallen. Um ca. 16:00 wird es mir eindeutig zu kalt.

Ich verlasse meine Partie, wandere ca. 40 Minuten durch 35.000 klatschnasse Menschen zum Auto, lege mich trocken und kuschle mich in meinen Schlafsack. Ich bin so schlau, mir den Wecker zu stellen. Ich brauche ihn auch!

Um 19:00 wandere ich - mittlwerweile blinzelt die Sonne etwas durch - wieder zum Ring. Bis ich meine Leute treffe, vergeht noch einmal locker eine Stunde. Freude, da sind ja meine Lieben! Bier.

Beck spielt grade sein Programm, aber wir freuen uns nur noch auf Placebo. Ca. 21:30: der Instrumental-Opener "Bulletproof Cupid" vom neuen Album lässt den Ring beben, die Menschen jubeln.

Ich auch. Mein Bier auch. Für mich ist Placebo das Festival-Highlight. Es folgen Kracher wie "Taste In Men", "Every Me Every You", "The Bitter End", "English Summer Rain", "This Picture", "Sleeping With Ghosts", "Plasticine", "Special Needs", "Pure Morning", "Whithout You I'm Nothing", "Days Before You Came", "Special K" und "Slave To The Wage". Die 7minütige Zwangspause due to technical problems stört nur geringfügig. Brian Molko kommentiert den Ausfall locker mit einem gebrochenen "Vorsprung durch Technik" - gefällt mir.

Pause. Bier. Und die Suche nach einem Klo. Vergebens. Ab zum Zaun!

Jetzt fehlt nur noch eine Band. Die Band, die für viele sicherlich der Hauptgrund war, um überhaupt zu kommen.

Metallica. Boooooom! Die Jungs prügeln uns beinahe nieder mit ihrem Sound. Ich fürchte, dass sie zu viele neue Tracks von "St. Anger" bringen. Aber nein!

Die "Klassiker" wie "Master Of Puppets", "Sad But True" und dergleichen hämmern sie den 40.000 Zuhörern in die Gehörgänge. Vor mir tobt sich ein Mädel gewaltig aus. Nett! :-))

Nach ca. 1 1/4 Stunden dann auf einmal Ende. Was? Das wars? 5 Minuten Stille, dann das erste Comeback. "Fire" - die Pyro-Show lässt mich staunen. "For Whom The Bell Tolls" gefällt mir. Feuerwerk. Boah! Nach drei Songs wars es dann aber.

Denkste. Noch einmal wird es Licht auf der Bühne, und - endlich! "Nothing Else Matters" ertönt. 30.000 Feuerzeuge werden geschwungen, eine Wahnsinnkulisse rund um den Ring. Es folgt noch ein mir unbekannter Track, und mit "Enter Sandman" ist dann doch Schluss. Cool, war besser als ich dachte.

Wir machen uns auf den Weg Richtung Ausgang, Wood erklärt mir - nach dem Blick auf ein T-Shirt, auf dem "One" steht - dass er das Lied gerne gehört hätte. Und was passiert? Richtig! "One" ertönt aus den Megaboxen - Metallica spielen die dritte Zugabe! Wieder Pyro-Show, wieder Feuerwerk, wieder geil.

Danach ist aber endgültig schluss. Der Drummer kommt ans Mikro, bestätigt die Meinung vieler Fans: dass Metallica sieben Jahre nicht in Österreich waren, ist eine Frechheit. Und er verspricht uns "Motherfuckern", dass sie nächstes Jahr wieder kommen werden. Juhu!

Heim ins Auto. Müde, stinken, Gulasch kochen, über Michi (Faili-Freund) lachen, weil er nicht mehr reden kann, schlafen.

Der Rest ist unspektakulär. Aufstehen, stinken, frühstücken, Zelte abbauen, warten, bis sich der Stau etwas auflöst, abfahren, im Stau stehen, endlich weiterkommen.

Zu Hause angekommen. Erstmal auf den "Thron", dann unter die Dusche und ab ins Bett. Ich bin müde.

Frequency war geil! Ich würd wieder hin fahren. Medienberichte hin und her - das was ihr hier gelesen habt ist die Wahrheit.

Aus. Basta. Frequency war geil!

PGBB zum Gruße,
El Presidente

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